Insbesondere der Norden Europas bietet vielfältige Möglichkeiten einen Abenteuerurlaub zu planen. Island, Grönland, Lappland, Finnland, Schweden und Norwegen bezaubern mit verschneiten Winterlandschaften, glasklaren Seen und Fjorden sowie spannenden Geschichten und Sagen über nordische Fabelwesen. Ob Hundeschlittentour durch Lappland, Wal-Beobachtung in Norwegen oder Schnee-Safari und Übernachtung im Eishotel in Schweden – Abenteurer müssen sich warm anziehen!
Den hohen Norden in all seiner Pracht erleben Reisende, die einen Abenteuerurlaub in Spitzbergen verbringen. Die zu Norwegen gehörende Inselgruppe nahe des Nordpols beeindruckt mit hohen Gletschern und Gewässern, die türkis schimmern. Rucksack-Touristen finden auf dem Campingplatz in Longyearbyen die Möglichkeit, ihr Zelt aufzuschlagen. Die zur Inselgruppe Spitzbergen gehörende Insel König-Karl-Land beherbergt viele Eisbären und ist daher für Menschen gesperrt. Die großen weißen Zeitgenossen sind jedoch auch auf den anderen Inseln zuhause und leben dort in freier Wildnis, weshalb viele Einwohner sich mit einer Waffe schützen. Die Tierwelt der Antarktis können Urlauber während einer Tour mit einem der sogenannten Polarcirkel-Boote entdecken. Von Ende April bis August wird Spitzbergen übrigens von der Mitternachtssonne erleuchtet, sodass es nicht dunkel wird.
Auch Finnland ist ein beliebtes Reiseziel für Aktivurlauber. Muonio ist nur einer der Orte, in dem Fahrten mit einem Husky-Schlitten unternommen werden können. Wer auf den Geschmack gekommen ist, der kann auch gleich eine mehrtägige Tour mit den Hunden unternehmen, zum Beispiel von Muonio nach Kilpisjärvi. Eine etwas schnellere Möglichkeit der Fortbewegung bietet die Safari mit einem Motorschlitten. Die Bärenrunde ist dagegen eine der bekanntesten Wander- und Trekkingrouten in Nordfinnland. Auf den Wegen der Bärenrunde liegen viele Naturereignisse wie Wasserfälle und Felslandschaften. Entlang des Weges gibt es überall Übernachtungsmöglichkeiten in Form von Campingplätzen und Hütten. Die kleinste Runde, die auch für Anfänger gut geeignet ist startet in Juuma und führt auch dorthin wieder zurück. Eine finnische Übernachtung der besonderen Art bietet das Kloster Neu-Valamo in dem Ort Heinävesi. Reisende können hier nicht nur übernachten, sondern auch am Alltag des Klosters teilnehmen.
Wen es in wärmere Gefilde zieht, der findet auf der griechischen Insel Kreta schroffe Gebirge und Hochebenen, die sich hervorragend für lange Wander-Touren eignen. Ein Beispiel ist das Dikti-Gebirge mit der Lasithi-Hochebene, die in 830 m Höhe liegt. Einige der typischen Windmühlen sind noch erhalten, auch wenn sie nicht mehr betrieben werden. Eine weitere gute Möglichkeit, Kreta zu erkunden ist die Anmietung eines Autos direkt am Flughafen in Heraklion. Urlauber, die sich mit dem Auto in die Berge wagen, müssen allerdings mit schmalen Straßen, steilen Abhängen und rasanten einheimischen Autofahrern rechnen. Zudem kann die Straße auch schon mal durch eine Ziegenherde oder einen Eselwagen blockiert sein. Da kann es nicht schaden, sich als Reisender die typisch griechische Mentalität anzueignen, die sich durch Gemütlichkeit und Ruhe auszeichnet. Hektik scheint der kretische Einwohner – außer beim Autofahrern – nicht zu kennen. Den Abschluss einer Rundreise über die Insel Kreta bildet der Besuch einer der größeren Städte wie Heraklion, Rethymnon oder Chania. Besonders bei Wanderern beliebt ist auch die Kanarische Insel La Palma, welche als die grünste Insel bezeichnet wird – generell sind die Kanarischen Inseln eine absolute Empfehlung für Wanderer, die in ihrem Aktivurlaub etwas wärmere Temperaturen möchten.