Japan ist das Land der Gegensätze mit der Weltstadt Tokyo auf der einen Seite und verborgenen Tempeln inmitten wunderschöner Landschaften auf der anderen Seite. Zum beliebten Reiseziel hat sich Japan jedoch erst in den letzten Jahren entwickelt als sich die Preise für Übernachtungen, Transportmittel und Verpflegung in bezahlbare Größenordnungen bewegt haben. Fans von Abenteuerreisen können mit dem Rucksack das ganze Land erkunden und dabei Städtereisen mit Wandertouren verbinden.
Kyoto ist als alte Kaiserstadt ein sehr geschichtsträchtiges Ziel. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Kyoto gehören der Kiyomizu-Tempel, der Botanische Garten und der sogenannte Philosophenpfad, der an vielen sehenswerten Tempeln entlang läuft. Auch der Tempel Ryōan-ji, der von einem wunderschönen Zen-Garten umgeben wird, ist einen Besuch wert. Im nahegelegenen Takao können Touristen den in einem Wald gelegenen Jingoji-Tempel erklimmen und die tolle Aussicht über das Tal genießen. Es heißt, dass die kleinen Tonstücke, die am Tempel erworben werden können, das schlechte vertreiben wenn man sie ins Tal hinunter wirft. Auch wenn ein Besuch der Stadt Kyoto so manch Abenteurer nicht spannend genug vorkommen mag, ist sie doch derart sehenswert, dass sie auf dem Programm einer Japan-Rundreise nicht fehlen sollte.
Eine weitere Station auf einer Rundreise durch Japan kann das Kloster am Tempelberg Koya-san sein. In dessen Gästehaus können Touristen übernachten und am folgenden Morgen an traditionellen buddhistischen Ritualen und einem typischen Frühstück teilnehmen.
Von dort aus lässt sich ein Besuch der Stadt Hiroshima und der Insel Miyajima anschließen. Hiroshima erlangte traurige Berühmtheit als dort im Jahr 1945 die erste Atombombe abgeworfen wurde. Viele Mahnmale für den Frieden erinnern an die Tragödie. Von Hiroshima aus ist die Insel Miyajima über eine Fähre mit dem Festland verbunden. Die Insel gilt mit dem Itsukushima-Schrein als eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Japans. Teile des Schreins stehen auf Holzpfeilern im Meer und stellen, vor allem bei Sonnenauf und -untergang, ein tolles Fotomotiv dar.
Ein absolutes Muss für Abenteurer in Japan ist ein Besuch des Hakone Nationalparks und des darin gelegenen Berges Fuji. Wer den Aufstieg wagt wird mit einem wunderschönen Sonnenaufgang und einem unvergleichlichen Panoramablick belohnt. Dieser Ausflug ist jedoch nur bei guten Witterungsbedingungen möglich. Einen wunderschönen Blick auf den Berg und den Nationalpark ermöglicht auch eine Rundfahrt auf dem Ashi-See.
In Japan gibt es verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten. Neben Hotels mit westlichen Standards zum Einen und einfachen Unterkünften in Gästehäusern mit nur wenig Komfort zum Anderen gibt es noch eine weitere spezielle Form der Unterbringung: Im Rahmen des sogenannten „Home Visit“-Programms können Touristen japanische Familien besuchen und so, fernab von westlichen Hotels, die alltäglichen Bräuche und Traditionen kennenlernen. Hier werden Reisende mit der Freundlichkeit und der Gastfreundschaft begrüßt, für die Japan bekannt ist. Ein besonderes Ritual, das jeder Japan-Besucher erlebt haben sollte, ist die traditionelle Tee-Zeremonie. Wer sich im Vorfeld der Reise ein wenig mit den in Japan typischen Verhaltensweisen beschäftigt (z.B. das Ausziehen der Schuhe vor dem betreten eines Tempels, eines Privatraums oder möglicherweise auch bei Nutzung einer Umkleidekabine im Kaufhaus), der wird sehr offenen und herzlichen Menschen begegnen. Auch Alleinreisende brauchen in Japan keine Angst zu haben. Das Land ist bekannt für die niedrige Kriminalitätsrate und die hohen Sicherheitsstandards. Für die Einreise nach Japan ist lediglich ein Reisepass nötig, der mehr als 6 Monate über den Reisezeitraum hinaus gültig ist.