Abenteuerreisen

Um die legendäre circa 3500 Kilometer lange Seidenstraße ranken sich unzählige Mythen, die sie zu einem Anziehungspunkt für Abenteurer macht. Die Seidenstraße bezeichnet die älteste Handelsroute der Welt, auf der einst unzählige Karawanen zogen und Güter wie Gewürze, Edelmetalle und Stoffe – vor allem Seide – verkauften. Obwohl auch einige Reiseveranstalter mittlerweile Rundreisen anbieten, eignet sich die Seidenstraße insbesondere als Ziel für eine Individualreise, da die meisten Sehenswürdigkeiten auf der Strecke auch von Einzelreisenden besucht werden können. Dabei können Reisende Länder wie China, Indien, Kirgisistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan kennenlernen. Gewarnt wird dagegen vor Reisen in die Länder Iran, Pakistan und Afghanistan, da Touristen hier angesichts der aktuellen Sicherheitslage kein ausreichender Schutz geboten werden kann. Über die Route der Seidenstraße kann keine allgemeingültige Aussage getroffen werden, da es sich um ein ganzes Netz von Wegen handelt und die Händler kontinuierlich neue Strecken erschlossen haben.
Ein möglicher Weg über die alte Seidenstraße führt von der chinesischen Hauptstadt Peking ins entfernte Kashgar. Dabei passieren Urlauber Orte wie Xian und Turfan. In der ehemaligen chinesischen Hauptstadt Xian wartet die berühmte Armee aus tausenden lebensgroßen Terrakotta-Soldaten. Die Aufgabe der Armee war die Bewachung der Grabstätte des ersten chinesischen Kaisers und wurde noch vor unserer westlichen Zeitrechnung errichtet. Eine weitere mögliche Station einer Reise entlang der Seidenstraße ist Dunhuang, die Oasenstadt, die zur Blütezeit der Handelsroute als Marktplatz für Händler fungierte. Die Stadt galt damals als eine Art „Verkehrsknotenpunkt“, da sich die Seidenstraße hier gabelte und in eine südliche und eine nördliche Route teilte. Sehenswert sind Mogao-Grotten, die nur unweit vor Dunhuang liegen. Hier können Reisende zahlreiche Höhlen besuchen, die mit buddhistischen Kunstwerken verziert wurden. Sie gehören heute zum Weltkulturerbe der UNESCO. Abenteuerurlauber, die auf der Seidenstraße unterwegs sind, können sich heute besser gegen die ständigen Wetterkapriolen schützen als vor tausenden von Jahren, wo die Händler sich auf kalte Wüstennächte und windige Gebirgszüge wie das Pamirgebirge gefasst machen mussten. Ein Abstecher in die Wüste Takla-Makan kann je nach Tageszeit der Durchreise ganz unterschiedliche Temperaturerlebnisse mit sich bringen. Während die Hitze tagsüber eine Fortbewegung beinahe unmöglich macht, sind die Nächte klirrend kalt. Es heißt, dass sich die Temperaturunterschiede innerhalb eines Tages auf bis zu 70° C belaufen können. Aufgrund der Beliebtheit der Seidenstraße suchen inzwischen nicht wenige Urlauber nach Reisen Seidenstraße, um einen Urlaub der besonderen Art genießen zu können.

Die Ruinen der altertümlichen Städte am Rande der Takla-Makan scheinen mit ihrem historischen Flair von den Geschichten der Karawanen zu erzählen. Mit der Weiterentwicklung der Seewege ab dem achten Jahrhundert erlebte die Seidenstraße ihren Niedergang als Handelsroute. Dafür hat sie sich mehr und mehr zum Ziel für Fans von Abenteuer- und Erlebnisreisen aus aller Welt etabliert. Wer als Individualreisender eine Tour über die Seidenstraße unternehmen möchte, der sollte im Vorfeld sehr genau planen und sich darüber im klaren sein, die Verkehrsverbindungen sich zwar im Vergleich zur historischen Vergangenheit stark verbessert haben, es aber beispielsweise noch immer keine länderübergreifende durchgehende Bahnlinie entlang der Seidenstraße gibt. Auf den geführten Rundreisen werden als Fortbewegungsmittel zumeist Busse, Bahnen und Jeeps genutzt.

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